Italianità und Dolcefarniente

«Toskana!», antworten viele auf die Frage, wo in Italien am meisten Wein gekeltert wird. Falsch. Sizilien, Apulien und Venetien produzieren mehr. Aber aus der Toskana stammen einige der bekanntesten und besten italienischen Weine.

Die Toskana ist eines der ältesten Weinbaugebiete in Europa. 1000 Jahre vor Christus bauten Etrusker erstmals Wein zwischen Florenz und Siena an. Das Anbaugebiet zieht sich heute vom Apennin im Norden über sanfte Hügel im Zentrum und vulkanische Formationen im Süden bis an die Küste des Tyrrhenischen Meers im Westen. Das Klima ist mediterran: Die Sonne scheint häufig, aber nicht zu heiss, darum reifen alle Trauben perfekt aus. Und weil es regelmässig, aber nicht zu heftig regnet, trocknen die Böden nicht aus.
Zu den besten Rotweinen der Toskana zählen Brunello di Montalcino und Chianti Classico. Beide werden aus Sangiovese gekeltert. Ein Chianti Classico wie der Carpineto Chianti Classico DOCG aus mindestens 80 Prozent Sangiovese, ein Brunello di Montalcino wie der Poggiotondo Brunello di Montalcino DOCG sogar aus 100 Prozent. Ein Brunello reift zuerst zwei bis drei Jahre im Eichenfass und dann rund ein halbes Jahr in der Flasche. Er muss mindestends fünf Jahre alt sein, bevor er auf den Markt kommt, er altert ausgezeichnet und gewinnt mit den Jahren noch an Eleganz.