06.07.2006

Handänderung bei Franz Carl Weber

 

Handänderung bei Franz Carl Weber

 

Philippe Gaydoul, Delegierter des Verwaltungsrates von Franz Carl Weber, kommentierte die Transaktion mit folgenden Worten: "Emotional schmerzt mich der Verkauf sehr. Aber ich konnte mich den rationalen Argumenten nicht länger verschliessen. Wir haben über die Jahre alles versucht, um den FCW wieder auf Vordermann zu bringen. Zuerst haben wir die Spielwarengruppe auf die Erfolg versprechenden Teile redimensioniert. Danach haben wir uns zu einer Vorwärtsstrategie mit dem neuartigen Verkaufskonzept "Kids Town" in unserem Flaggschiffgeschäft an der Zürcher Bahnhofstrasse und namhaften Erneuerungsinvestitionen in diversen Filialen entschieden. Leider mussten wir uns aber der Macht des Faktischen beugen; ein profitabler Alleingang war für den FCW im heutigen Konkurrenzumfeld einfach nicht mehr möglich. Mit der familienbeherrschten Ludendo Gruppe haben wir einen industriellen Partner gefunden, der seit vielen Jahren in Frankreich im Spielwaren-Fachhandel erfolgreich ist und der eine ähnliche Geschäftsphilosophie verfolgt wie wir. Die Zukunft des FCW als Schweizer Topbrand und seiner Mitarbeitenden ist so bestmöglich gesichert."

 

Ludendo übernimmt die neun Franz Carl Weber-Filialen per 1. September 2006 mit sämtlichen Mitarbeitenden. Bezüglich des Verkaufspreises haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Marke Franz Carl Weber wird unverändert weitergeführt und das Sortiment verstärkt.

 

Beim Familienunternehmen Ludendo handelt es sich um einen Marktführer im europäischen Spielwaren-Fachhandel. Ihre Anfänge gehen auf das Jahr 1977 zurück, als Maurice Grunberg unter dem Namen "La Grande Récré" ein erstes Fachgeschäft in Frankreich eröffnete. Das Unternehmen war immer schon von Wachstum geprägt, stieg die Anzahl Geschäfte doch von 15 im Jahr 1994 auf 100 im Jahr 2002.

 

Im Jahre 2002 erfolgte die Expansion ins Ausland mit Fachgeschäften in Marokko und Belgien. 2005 wurden die besteingeführten Spielwaren-Fachgeschäfte Jouetland, Starjouet und Bébéland übernommen. Daraus entstand die heutige Ludendo als Multibrand-Spielwarengruppe und Marktführerin in Frankreich und präsent in fünf Ländern. Im Jahre 2005 erarbeitete die Gruppe einen Umsatz von € 350 Millionen. Sie zählt mittlerweile 200 eigene Fachgeschäfte mit 1500 Mitarbeitenden und beliefert ca. 100 Franchisenehmer, die ihrerseits rund 500 Mitarbeitende beschäftigen. In Frankreich verfügt Ludendo über einen Marktanteil von mehr als 12 Prozent, zählt zehn Millionen Kunden und hat im letzten Jahr 20 Millionen Spielwaren-Artikel verkauft. Ausserhalb Frankreichs gehören 15 Fachgeschäfte in Belgien, Marokko, Spanien und der Schweiz (eine Filiale in der Westschweiz) zur Gruppe. Die Anzahl Geschäfte im Ausland wird sich 2006 verdoppeln.

 

Die Absicht von Jean-Michel Grunberg, Präsident der Ludendo Gruppe, ist, das Unternehmen weiter zu entwickeln und gleichzeitig die menschliche Komponente beizubehalten. Ludendo konzentriert sich auf Ladenkonzepte, die auf die Bedürfnissen der Kunden sowie die lokalen Gegebenheiten abgestimmt sind. Angestrebt wird ein dynamisches und kontrolliertes Wachstum. Die Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2010 400 Spielzeuggeschäfte und 100 Babyshops in Frankreich und 100 Geschäfte in der Schweiz und in anderen europäischen Ländern zu eröffnen.

 

"Franz Carl Weber passt als bestens bekannter Fachhändler im Schweizer Spielwaren-Markt perfekt in unsere Expansionsstrategie. Mit der Übernahme wird die Ludendo SA in der Schweiz auf einen Schlag zu einem wesentlichen Faktor. Wir werden der Marke Franz Carl Weber Sorge tragen. Für uns gibt es nur eine Vorwärtsstrategie mit dem Ziel, Mehrwert für Unternehmen und Kunden zu schaffen: in Bezug auf die Produktequalität und die Dienstleistung, aber vor allem in Bezug auf das Glück der Kinder.", so Jean-Michel Grunberg, Präsident der Ludendo Gruppe.

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