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Erntedank: wie, wo und warum gefeiert wird

Tipps & Tricks 14.11.2016 6
A cornucopia or horn of plenty spilling vegetables out on to a worn wooden harvest table. Colours are lightly faded. Room for copy space.; Shutterstock ID 156958592; PO: Denner Team; Job: Denner Blog KW46 ; Client: Heidi Bürke; Other: Annina

Die Bezeichnung «Erntedank» kennt man zwar, aber vor allem als Städter ist einem oft nicht wirklich klar, was dahintersteckt. Um etwas Aufklärungsarbeit zu leisten und diese Tradition wieder ins Gedächtnis zu rufen, hier 10 Facts zum Thema Erntedank in der Schweiz und auf der ganzen Welt. Vielleicht bekommst Du ja Lust, selber einmal zu feiern?

  1. Wie es der Name schon verrät, dient das Erntedankfest dazu, Gott, einer Gottheit oder der Natur selbst für die Gaben einer erfolgreichen Ernte zu danken.

  2. Erntedank ist einer der ältesten Bräuche überhaupt. Quellen belegen, dass er bis in die Antike zurückreicht. Da über eine sehr lange Zeit der Alltag eines Grossteils der Menschen auf der ganzen Welt aus Landwirtschaft bestand, wurden in allen Teilen der Welt Erntedankfeste gefeiert.

  3. Es gibt in Europa kein Regionen übergreifendes Datum für Erntedank, da aufgrund der verschiedenen Klimazonen die Ernte zu verschiedenen Zeiten im Jahr eingebracht wird. Die Kirchen haben deshalb jeweils einen bestimmten Tag für das Erntedankfest festgelegt. Bei der evangelischen Kirche ist es der 29. September, bei den Katholiken der erste Sonntag im Oktober. Die USA hingegen haben den vierten Donnerstag im November als «Thanksgiving Day» festgelegt, der sogar als offizieller Feiertag gilt.

  4. An manchen Orten wird aus dem letzten Stroh eine Erntepuppe gebastelt, die als Opfergabe auf das Feld gestellt wird.

  5. In Nordamerika wird zu Thanksgiving traditionell Truthahn gegessen. Weshalb das so ist, ist seltsamerweise nicht mehr wirklich ermittelbar. Sicher ist aber, dass der Truthahn ein in Nordamerika heimischer Vogel ist, der wohl schon seit der Besiedelung durch Europäer gejagt und gegessen wurde.

  6. In vielen Gemeinden gibt es heute noch Festessen und Jahrmärkte zu Erntedank. Das geht auf das Mittelalter zurück, als die Gutsherren zum Ende der Erntezeit ein Fest für die Bauern verrichteten, um sich bei ihnen zu bedanken und sie bei Laune zu halten.

  7. Im dritten Reich war Erntedank offiziell zum Feiertag erklärt worden, denn der Brauch passte sehr gut zu Hitlers «Blut-und-Boden-Ideologie» und würdigte die Arbeiterklasse, die für die Nazi-Politik von zentraler Bedeutung war.

  8. Es gibt sogar verschiedene Lieder zum Feiertag. Kennt Ihr «Hejo, spann den Wagen an» noch? Genau, darin geht es tatsächlich um Erntedank!

  9. Die traditionelle Wahl der Erntekönigin oder des Erntekönigspaares gehört vielerorts zum Erntedankfest dazu. Oft gibt es auch Umzüge mit reich geschmückten Wagen.

  10. Auch die Alpabzüge und Viehschauen sind Teil der Erntedanktradition. Das Vieh wird von der Alp ins Tal getrieben und dafür feierlich mit Kränzen und Glocken geschmückt. Wenn allerdings in diesem Sommer Vieh zu Schaden kam oder gar ein Familienmitglied der Bauernfamilie verstorben ist, wird auf den Schmuck verzichtet.

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